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07.04.2026

NATURPÄDAGOGIK KÄMPFT UMS GELD

Von Natalie Oberholzer, Mitglied der ffu-pee, aus forum 1-2026

Schulklassen erleben und erforschen vielfältige Naturräume und entdecken dabei deren Bedeutung (Foto: AquaViva)

Die Nachfrage nach ausserschulischen Naturerlebnissen hatte 2025 beim Naturforum Regio Basel, der Anlaufstelle für «Draussen unterrichten», einen Höchststand erreicht. Dank Stiftungsgeldern und kantonalen Leistungsvereinbarungen konnten 150 Schulklassen bezahlbare Naturhalbtage besuchen.

Stärkung der Gesundheit und Förderung der Future-Skills

Naturpädagogik ist deswegen so gefragt, weil das ganzheitliche Lernen mit allen Sinnen in einer unstrukturierten Umgebung zugleich die physische Gesundheit, Resilienz und soziale Kompetenzen fördert.Naturerfahrungen sind aber nicht nur aus entwicklungsbiologischer Sicht wichtig. Sie bilden auch die Basis für eine emotionale Bindung zur Umwelt und ein späteres ökologisches Bewusstsein und Handeln. Zudem werden neben dem lehrplanbezogenen Fachwissen überfachliche Kompetenzen gefördert, die als entscheidend für eine zukunftsfähige Bildung gelten: Kritisches Denken, Kreativität, Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit.

Wirkungsvolle Bildung braucht mehr Ressourcen

Trotz dieser hohen Wirksamkeit wird «Draussen unterrichten» noch zu wenig umgesetzt. Insbesondere die Bildungsseite müsste diese Unterrichtsart stärker unterstützen und entsprechende Ressourcen bereitstellen. Doch bis es soweit ist, setzen sich zurzeit nur die Umweltämter für diese Art von BNE-Unterricht ein. Dank dem Budgetpostulat von Grossrätin Heidi Mück soll dies nun 2026 für weitere 70 Schulklassen in Basel-Stadt möglich sein. Wir vom Netzwerk des Naturforums werden uns als überzeugte Naturpädagog:innen auch längerfristig für die zukunftsgerichtete Bildung stark machen, damit sie endlich den Platz erhält, den sie verdient.